Hungertreiber COVID-19

Infolge der Corona-Pandemie verlieren weltweit unzählige Menschen ihre Jobs, sind Lieferketten unterbrochen, werden Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter knapp und damit oft extrem teuer. Wie zuletzt im Libanon oder in zahlreichen afrikanischen Ländern. Immer mehr Familien können sich Grundnahrungsmittel kaum noch leisten.

Hungertreiber Krieg

Jedes sechste Kind weltweit lebt in Krisengebieten. Unzählige Kinder sterben bei Angriffen, aber noch viel mehr an Hunger und seinen Folgen. Nahrhafte, gesunde Lebensmittel sind kaum erhältlich. Hilfslieferungen werden durch die Kriegsparteien aufgehalten oder gänzlich verhindert. Viele Märkte sind zusammengebrochen, oftmals gibt es keine oder eine sehr notdürftige medizinische Versorgung Besonders in Konfliktländern wie im Jemen oder in Syrien ist die Lage verheerend.

Hungertreiber Klimakrise

Die Klimakrise ist bereits jetzt weltweit spürbar. Sie macht sich vielerorts seit Jahren mit ungewöhnlich häufigen Trockenperioden und heftigen Regenzeiten bemerkbar, zum Beispiel aktuell in Ostafrika. Bei extremen Dürren verkümmern die Ernten und trocknen die Böden aus. Und immer wieder überschwemmen sintflutartige Regenfälle ganze Landstriche, weil die verdorrten Böden kein Wasser aufnehmen können. Straßen, Brücken und Häuser werden zerstört. Außerdem vermehren sich unter diesen Bedingungen manche Insekten übermäßig stark. So zerstören seit Anfang 2020 riesige Heuschreckenschwärme die Ernten zehntausender Kleinbauern in Ostafrika und im Mittleren Osten.

690 Mio.

Menschen weltweit haben nicht genug zu essen und sind unterernährt.

58 Mio.

Kinder weltweit leben derzeit in Kriegsgebieten. Sie sind nicht nur von Gewalt, sondern meist auch von akuter Mangelernährung bedroht.

80%

Weltweit sind klimabedingte Katastrophen für 80% aller Ernteausfälle verantwortlich.

Die Bundesregierung muss handeln: Kein Kind darf hungern!

Es ist ein Skandal, dass im 21. Jahrhundert noch immer der Wohnort, die Herkunft oder die finanzielle Situation der Eltern darüber entscheidet, ob ihr Kind genug zu essen hat und sich gesund entwickeln kann. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller betont immer wieder: Eine Welt ohne Hunger ist möglich. Wir finden: Taten sagen mehr als Worte! Die Bundesregierung muss Hunger und Mangelernährung jetzt konsequent bekämpfen!

Wir fordern das Recht auf Nahrung für jedes Kind!

Durch Taten statt Worte

Die internationale Gemeinschaft hat globale Ziele für nachhaltige Entwicklung vereinbart, die bis 2030 erreicht werden sollen. Dazu gehört das Ziel, weltweit den Hunger zu beenden. Ange­sichts der gegenläufigen Entwicklung darf das Engagement der Bundes­regierung für dieses Ziel jetzt nicht nachlassen. Sie muss anlässlich des Ernährungs­gipfels "Nutrition for Growth" in Tokio 2021 genug Gelder zur Bekämpfung von Mangelernährung bereitstellen. Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ muss sie auch nach 2021 verlängern. Die Verhandlungen beginnen bereits Anfang 2021.

Ausnahmslos für alle Kinder

Eins von fünf Kindern auf der Welt leidet an Wachstums­störungen, da ihm notwendige Nährstoffe fehlen. Familien, die schon vor der Corona-Pandemie benachteiligt waren, brauchen jetzt unsere ganze Aufmerksamkeit. Die Bundes­regierung muss ihre Entwicklungs­politik so gestalten, dass benach­teiligte Familien zuerst erreicht werden. Lokale Strukturen müssen gestärkt und Kinder so früh wie möglich unterstützt werden. Eine für alle kostenfreie Gesundheits­versorgung muss gesunde Ernährung einschließen. Familien müssen befähigt werden, sich selbst zu helfen.

Mit langfristigen Programmen

Kurzfristige Maßnahmen zur Bekämpfung von akutem Hunger sind wichtig, reichen aber nicht. Sie müssen mit Programmen zur langfristigen Ernährungs­sicherung einhergehen. Die Bundesregierung muss deshalb die Humanitäre Hilfe besser mit der Entwicklungszusammenarbeit verzahnen. Nötig sind auch flexible Gelder zur Prävention, um frühzeitig auf drohende Krisen zu reagieren, die zunehmend durch Klimawandel und Kriege verursacht werden.

© Tom Merilion

Ich bin stark, weil ich Gemüse, Fisch, Eier und Huhn esse. Ich esse alle Nahrungsmittel, die ich brauche, um mich gesund zu ernähren. Mein Bruder isst Eier und was ich esse. Ich füttere ihn. Er braucht all die verschiedenen Nahrungsmittel. Ohne das gute Essen wird er krank.